44. Abwassertechnisches Seminar am 14. Juli 2016

Die Abkehr von den fossilen Energieträgern hin zu einer nachhaltigen Energiebereitstellung auf Basis erneuerbarer Energie ist nicht erst seit der Reaktor­katastrophe von Fukushima eines der wichtigsten langfristigen Ziele vieler Länder. Bei der Frage, ob der Energiebedarf eines Landes überhaupt komplett aus erneuerbaren Energien gedeckt werden kann, ergeben sich neue Herausforderungen, bedingt durch die Volatilität, d.h. Abhängigkeit von nicht beeinflussbaren Witterungsbedingungen wie z.B. Windstärke, der meisten erneuerbaren Energien. Hier besteht die Notwendigkeit kurzfristig große Energiemengen zu speichern, um Energieangebot und -nachfrage stets in einem für den stabilen Betrieb des Stromnetzes notwendigen Gleichgewicht zu halten. In unserem Seminar wollen wir insbesondere den Beitrag in den Fokus rücken, den Kläranlagen bei der Energiewende leisten können. Eine Möglichkeit ist etwa die elektrische Lastverschiebung energieinten­siver Aktivitäten (z.B. Entwässerung von Schlamm) in Zeiten mit Stromüberschuss. Bereits heutzutage belohnen Stromanbieter dies mit entsprechend günstigeren Tarifen. Kläranlagen mit anaerober Stabilisierung können aber auch einen direkten Beitrag leisten, indem Strom nicht dauerhaft produziert, sondern bedarfsgerecht bereitgestellt wird. Aufgrund der vergleichsweise geringen Leistung ist eine Zusammenfassung mehrerer kleinerer Anlagen zu einem sogenannten virtuellen Kraftwerk häufig sinnvoll. Die dafür notwendigen technischen und organisatorischen Voraussetzungen sowie erste Erfahrungen damit runden die Veranstaltung ab. Außerdem widmen wir uns der Frage, inwiefern Kläranlagen auch direkt Überschussstrom in Methan umwandeln können (Power to Gas) und damit als Bindeglied zwischen Strom- und Gasnetz fungieren können. Ich freue mich auf eine interessante Veranstaltung,

Ihr Jörg E. Drewes und Organisationsteam

Informationsmaterial zum 44. ATS

Anmeldung zum 44. ATS

* 50 € ist der ermäßigte Preis für Studenten - nicht kombinierbar mit ****. Studiengang und Hochschule bitte im Feld „Bemerkungen“ angeben.

** Anmeldung vor dem 01. Juni 2016 - nicht kombinierbar mit ****.

*** Behörden, Hochschulangehörige und Mitglieder der Gesellschaft zur Förderung des Lehrstuhls für Siedlungswasserwirtschaft der TU München e.V.

**** Bei zwei Teilnehmern einer staatlichen Behörde zahlt ein Teilnehmer 200 €, der zweite Teilnehmer nur 50 €. Geben Sie in diesem Fall bitte den zweiten Teilnehmer im Feld „Bemerkungen“ an.

43. Abwassertechnisches Seminar am 16. Juli 2015

Wachsende Bevölkerungszahlen, insbesondere in den alpenländischen Ballungsräumen, stellt nicht nur die Abwasserwirtschaft zunehmend vor Herausforderungen. Während viele Kläranlagen bezüglich der Kohlenstoffeliminationsleistung noch Reserven haben, stellt insbesondere die Stickstoffrückbelastung durch Schlammwasser vielfach ein Problem dar. Dieses wird mitunter durch die Zugabe von Co-Substraten sogar noch verstärkt. Darüber hinaus stellt die Abwasserreinigung den größten kommunalen Energieverbraucher dar, wobei derzeit nur ein Teil der im Abwasser vorhandenen Energie zurückgewonnen wird. Mit großem energetischem Aufwand werden über Nitrifikation und Denitrifikation enthaltene Stickstoffverbindungen zu elementarem Stickstoff umgewandelt und weder stofflich noch energetisch genutzt. Mit Hilfe einer Strippung hingegen könnten einerseits viel Energie eingespart und andererseits Düngemittel für den Einsatz in der Landwirtschaft bereitgestellt werden. Alternativ können innovative Verfahren auf Basis der Deammonifikation genutzt werden, die jedoch im Verdacht stehen, verstärkt klimaschädliches Lachgas zu emittieren. Aber auch das könnte als Chance gesehen werden, wenn es beispielsweise im Rahmen des sogenannten CANDO-Prozesses gelingt, dieses Lachgas gezielt zu erzeugen und energetisch zu verwerten. Im Rahmen der Veranstaltung werden daher verschiedene Lösungsansätze zum verbesserten Stickstoffmanagement auf Kläranlagen aufgezeigt und anhand von Erfahrungsberichten aus der Praxis die Vor- und Nachteile der einzelnen Verfahren diskutiert. Zudem besteht die Möglichkeit, vor Ort direkt mit den Anbietern der entsprechenden Verfahren ins Gespräch zu kommen. Ich freue mich auf eine spannende Veranstaltung,

Ihr Jörg E. Drewes und Organisationsteam

Informationsmaterial zum 43. ATS

42. Abwassertechnisches Seminar am 10. Juli 2014

Das Thema Niederschlagswasserbeseitigung ist nach wie vor sehr aktuell, vor allem in Hinblick auf rechtliche Aspekte, Überflutungsschutz und dezentrale Bewirtschaftung. Das diesjährige Abwassertechnische Seminar soll einerseits die rechtlichen Grundlagen, insbesondere für Bayern, aufzeigen, einen Einblick in Bemessungsgrundlagen zum Überflutungsschutz geben und andererseits zukunftsweisende Möglichkeiten der dezentrale Bewirtschaftung von Niederschlagswasserabflüssen mit seinen Vor- und Nachteilen sowie betrieblichen Aspekten aufzeigen. Beispiele zu städtebaulichen Möglichkeiten bei der Ableitung von Niederschlagsabflüssen sowie zum nachhaltigen Management an Gebäuden sollen Anregungen zum Umgang mit Regenwasser geben.

Prof. Dr.-Ing. Jörg E. Drewes
PD Dr. Brigitte Helmreich
Prof. Dr.-Ing. F. Wolfgang Günthert

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41. Abwassertechnisches Seminar am 20. Juni 2013

Seit Beginn der Abwasserreinigung steht die Frage der besten Entsorgung und der dabei anfallenden Klärschlämme in der Diskussion. Die Wertstoffe im Klärschlamm wie Phosphor und Biomasse müssen dabei mit den Schadstoffen (Schwermetalle, organische Spurenstoffe) bewertet und abgewogen werden. Unter dem Aspekt der Energiewende und der Verknappung der Phosphorreserven kommt der Verwertung von Klärschlamm aus der Abwasserreinigung heute besondere Bedeutung zu. Beim 41. ATS werden diese Themen aufgegriffen und hierfür Lösungsmöglichkeiten vorgestellt.

Prof. Dr.-Ing. F. Wolfgang Günthert
Prof. Dr. Brigitte Helmreich

Informationsmaterial zum 41. ATS

Veranstaltungsunterlagen

Die Beiträge zum Abwassertechnischen Seminar werden in gedruckter Form in der Schriftenreihe des Lehrstuhls veröffentlicht. Eine Übersicht der bisherigen Hefte finden Sie hier.