Urban Water-Energy-Food (WEF) Nexus Projekt

Mit wachsender Wirtschaft und Verstädterung steigt die Nachfrage für Ressourcen weltweit, bspw. für Wasser, Energie und Nahrung, vor allem in Städten. Es resultieren starke Umweltbelastung und Klimawandel. Ein integrierter Städteplanerischer Ansatz der Synergien von Klimaschutz- und Klimaanpassungs-Ansätzen ausschöpfen kann muss dringend bis 2030 entwickelt und umgesetzt sein, um katastrophische klimatische Veränderungen zu verhindern.

Der Water-Energy-Food (WEF) Nexus Ansatz bietet eine Möglichkeit, wie Städte sich nachhaltiger entwickeln können. Der Ansatz besagt, dass viel Energie gebraucht wird um Wasser in Städten bereitzustellen, und dass viel Wasser gebraucht wird um Energie und Nahrung zu erzeugen. Die integrierte Planung dieser drei Sektoren kann die Verbesserung von Wasser-, Energie- und Nahrungssicherheit unterstützen sowie die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs). Abwasser Aufbereitung und Wiederverwertung ist ein Schlüsselpotential in der Operationalisierung des WEF Nexus Ansatzes. Bisher gibt es jedoch wenige Beispiele in denen Abwasser Aufbereitung und Wiederverwertung als Schlüsselelement in der Nachbarschafts-Ebene umgesetzt wurden. Weitere Pilot Projekte sind nötig um die Machbarkeit dieses Ansatzes zu testen.

Das Ziel des Urban WEF Nexus Projekts ist, die Interaktion der Sektoren Wasser, Energie und Nahrung zu analysieren und alternative Szenarien für die zukünftige urbane Entwicklung daraus abzuleiten, die der Entwicklung von Pilot Projekten in der Nachbarschafts-Ebene dienen sollen. Das Projekt nimmt als Fallstudien die Stadt Leh in Ladakh, einer semi-ariden Region 3,500 m.ü.M. im indischen Himalaya, sowie andere Städte in Indien, Deutschland und in Ghana.

Projektleiter
Prof. Dr.-Ing. Jörg E. Drewes
Sachbearbeiter Dr. Daphne Keilmann-Gondhalekar
Finanzierung Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz